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1000 v. Ch. - 1299


Um 1000 v. Ch. und später lebten die Kelten, der erste mit Namen bekannte Volksstamm in  unserer Gegend. 
16/17 n.  Chr. Kaiser Tiberius bestimmt den Rhein als Grenze zwischen Römerreich und den Germanen. 
39 n. Chr.  beginnt die ordentliche militärische Besetzung unserer Gegend durch die Römer 
69 bis 100  werden bei Gernsheim im Richtung Klein-Rohrheim mit Inschriften gestempelte  Heeresziegel gebrannt. 
71  Der heilige Bartholomäus erleidet in der Stadt Albanopolis unweit des Kaspischen  Meeres den Märtyrertod. Biblis erwählte ihn zu seinem Kirchenpatron. 
259  Die Alemannen stürmen den Limes, drängen die Römer über den Rhein, und besiedeln  unsere Gegend. Beim Bahnhof Biblis fanden sich Spuren einer römischen Niederlassung. Im Bruch fand man Reste von Gefäßen, eine große Anzahl römischer Ziegel, Eisenteile und Teile eines Estrischbodens und auch Reste vom Wandverputz eines römischen Wohnhauses. Ähnliche Funde wurden auf der höchsten Gewann des Bruches, der Brunnenhöhe, gemacht. An der ehemaligen Weschnitzmündung am Rhein wurde ein römischer Burgos mit Schiffslände ausgegraben. 
282  Römische Soldaten pflanzen am Rhein Weinreben. 
400  Die Burgunder tauchen in unserer Gegend auf und ziehen weiter über den Rhein. Aus  dieser Zeit stammt ein burgundischer Grabfund bei Lampertheim.  
Nach 496  Die Alemannen werden von den Franken verdrängt, die nun unsere Gegend besiedeln. Funde aus fränkischen Reihengräbern bei Biblis, Wattenheim und Klein- Rohrheim beweisen diese Besiedlung. 
764  Die Gebeine des hl. Nazarius werden nach Lorsch überführt, sie sind ein Geschenk von Papst Paul I. Gaugraf Cancor und seiner Mutter Williswinda beurkunden am 12. Juli die Gründung des Klosters Lorsch (ein kirchlicher Bau war hier schon  vorhanden) 
767  Die erste geschichtliche Erwähnung von Bürstadt im Lorscher Codex. 
806  Die erste Erwähnung der Burg Stein ( Zullestein). Am 18. Juli schenken Nandolf und  seine Ehefrau Geila ihren Besitz im Dorfe Zullestein dem Kloster Lorsch. 
832  Lampertheim wird zu erstenmal in einer Urkunde vom Kloster Lorsch erwähnt. 
836 u. 846  Ludwig (I.) der Deutsche und Graf Weinher vermachen dem Kloster  Lorsch Güter samt Hörige in den Gemarkungen Biblis, Wattenheim und "Zullestei".  
842  Die erste Bibliser Kirche wird in einer Schenkungsurkunde für das Kloster Lorsch  erwähnt.  
846  Graf Werinher übergibt das Dorf Biblis (Bibifloz), das Dorf Wattenheim und die Villa Zullestein an das Kloster Lorsch vor 850. In der esten Hälfte des 9. Jahrhunderts erhält Heppenheim das Marktrecht, vermutlich wurde es vom Kloster Lorsch verliehen.  
873  Ludwig der Deutsche hält in Bürstadt einen Reichstag ab. 
896   Bischof Adalbero von Augsburg schenkt alles was er vorher von Kaiser Arnolf zu Gernsheim erhalten hatte dem Kloster Lorsch. Darunter auch Biblis.  
962  Rodau wird zum erstenmal in einer Urkunde erwähnt. Diese Urkunde trägt das Datum vom 4. Februar, als Gerbod Abt im Kloster Lorsch war. 
1000  In Worms vergrößert Bischof Burkhard I. (Erbauer des Domes) seinen Einfluß, er vertreibt die Salier aus der Stadt. 
1071  Die Schreibweise des Ortsnamens von Biblis ist Bibeloz. 
1090  Die Abteikirche des Klosters Lorsch brennt am 21. März, am Tag des hl. Benedikt , ab. Im Klosterhof waren Feuerspiele abgehalten worden. 
1196  Bischof Lupold von Worms war gleichzeitig 1202-1208 Abt zu Lorsch; unter ihm dürfte spätestens die Burg Stein an den Bischof von Worms gekommen sein.  
1226  Als Burgmann auf der Burg Stein ist ein Conradus de Steina erwähnt.  
1232 Nach Auflösung des Klosters Lorsch gelangt Biblis samt Kirche in den Besitz des  Mainzer Erzbischhof Siegfried III.  
1238  Papst Gregor IX. nimmt das Kloster Lorsch unter seinen persönlichen Schutz. In der ausgestellten Urkunde wird das Kernland des Klosters angegeben: Bensheim, Schwanheim, Laudenbauch, Hemsbach, Weinheim, Mörlenbach,  Waldmichelbach, Handschuhsheim, Seckenheim, Lampertheim, Gernsheim, Rohrheim, Biblis und Käfertal.  
1239  vorläufiger Vergleich zwischen Mainz und Pfalz wegen Lorsch. 
1245  Der Burgmann Jakob von Stein wird vom Bischof abgesetzt, er versucht die Burg  Stein in seine Gewalt zu bringen.
Am 1. Advent versucht Ritter Jakob, dctus Tapa de Alzeia, sich der Burg Stein durch  List zu bemächtigen, der Plan mißlang.  
1247  Endgültiger Vergleich zwischen Mainz und Pfalz wegen Lorsch: - Straßburger  Prämonstratenser Chorherren übernehmen die Verwaltung der Propstei Lorsch. 
1250  Groß-Rohrheim sorgt um den Altar der heiligen Gertrudis, den das Halbstift Gernsheim verwaltet; der Kaplan zu Groß-Rohrheim war damals zugleich noch  Altarist in Gernsheim.  
1254  Bischof Richard von Worms zog vor die Burg Stein und verbrannte den Vorhof.  
1256  In Gernsheim wirkt Erzpriester Arnold. 
1274  Johannes von Scharfeneck, gen. von Metis, verkauft seine Einkünfte (Zehnten) aus  Nordheim und Wattenheim an das Andreasstift in Worms.  
1276  Rudolf Gradlic und Frau verkaufen ihre Güter in Rohrheim dem Kloster Otterberg. 
1284  Der Wormser Bischof Simon (V. Schöneck) stellt auf der Burg Stein Urkunden aus. 
1288  Petrus und Irmela von Metis geben all ihre Güter in Nordheim an das Domkapitel zurück, demselben waren sie schon früher zehntpflichtig.