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1300 - 1399


 Um 1300 Der kurfürstliche Amtshof wird in Heppenheim errichtet. 
 1301 Das Pausstift in Worms gibt dem Martinsstift von den Schwämmäckern in Nordheim jährlich zwei Malter Weizen ab.
Kaiser Albrecht nimmt im Streit mit dem rheinischen Kurfürsten die Bergstraße ein.  
 1309 Adolf von Nassau, der schon 1298 sein Leben verliert, konnte erst elf Jahre später im Dom zu Speyer beigesetzt werden 
 1313 Der Erzbischof Peter von Mainz gibt dem Grafen Schlapperhus zu Rüdesheim Biblis als Lehen.
Die Schreibweise des Ortsnamens von Biblis ist Bibelos. 
 1322 Konrad von Randecken verkauft dem St.-Pauls-Stift Einkünfte aus Nordheim. Im selben Jahr gab ein Pfründner zu St. Paul seiner Kirche Zinsen von Gütern in Nordheim.
Der Keller zu Heppenheim wird zum ersten Mal im Amt Starkenburg urkundlich erwähnt. Er hat seinen Sitz im Amtshof. Der Keller ist höchster Justiz- und Finanzbeamter nach dem Burggrafen.  
 1323 Die Herren von Metz verkaufen Hofheim an Bischof Konrad von Mainz.
Die Brüder Johann und Syfried, Ritter von Metzte, verkaufen dem Wormser Bischof Konrad IV. Ihr Dorf Hausen mit Zubehör und ihren Anteil am Schwanheimer Wald für 350 Pfund Heller.  
 1324 In Urkunden ist jetzt manchmal "villa Rorheim" zu lesen und von nun an sprechen alle Groß-Rohrheim von "Schenksten".  
 1326 kommt der südliche Teil von Groß-Rohrheim unter Verwaltung der Grafen von Katzeneinbogen.
entzieht Johannes XXII. der Propstei Lorsch die Gernsheimer Pfarrkirche und unterstellt sie dem Erzbischof von Mainz.
Als Burgmann auf der Burg Stein erscheint ein Andris von dem Steine.
Die Ritterschaft schließt Frieden mit der Stadt Worms, Ritter Sigfried von Metz soll nicht mehr Feind sein.
Das Mainzer Erzstift erhebt von nun an am Rhein bei Gernsheim Zoll. 
 1327 1337 Bürgerkrieg im Erzbistum Mainz (Balduin von Trier contra Heinrich III. von Vierneberg).  
 1328 Gerlach von Erbach wird vom Domkapitel zum Bischof gewählt. Der Papst bestätigt ihn nicht und entscheidet sich für den Nichtadeligen Salman (Kleman) von Mainz. 
 1337 Das Konzil zu Basel bestätigt den Besitzwechsel des Klosters Lorsch an den Mainzer Erzbischof.  
 1338 Ein Vergleich wegen der Zehenden zu Biblis zwischen dem Kloster Lorsch und dem Burggrafen zu Starkenburg Conraden von Rüdesheim. 
 1341 Erst 1341 fand Salman Einlaß in die Stadt. Worms und regierte bis 1359 (siehe 1329).
Kaiser Ludwig der Bayer vertraut den Oberbefehl auf der Feste Stein dem Bruder des Bischofs (Konrad III. von Erbach) an. 
 1346-1371 Fortsetzung des Bürgerkrieges im Land um Mainz (Gerlach von Nassau contra Heinrich III. von Vierneberg).  
 1347 Der Erzbischof von Köln, Walram von Jülich bekennt, dass das Dorf Hausen mit zugehörigen Wäldern und sonstigen Rechten Lehen der Kölner Kirche sei. 
 1348/49 Judenverfolgungen auch in Worms (Flagellantentum).  
 1348 Gegenkönig Günter von Schwarzburg ist am 18. Juni in Frankfurt am Main gestorben und auch dort im Dom beigesetzt worden. 
 1353 Contzel Holtmund und die Witwe seines Bruders Heilmann, beide Bürger von Worms, verkaufen 15 Mannsmat Wiesen dem Nonnenkloster zu Liebenau (Worms). 8 Mannsmat bei der Burg Stein, 3 neben dem Pfarrstück von Nordheim und Mannsmat am Rhein gelegen. 
 1354 Der Bischof verpfändet die Burg Stein und deren Grundbesitz an den Graf Walram.  
 1356 Graf Walram verpfändet die Burg Stein mit sämtlichem Zubehör zur Hälfte an den Bürgermeister und den Rat der Stadt Worms. 
 Um 1356 Papst Innocenz VI. fordert den Grafen Walram auf, die Burg Stein zurückzugeben.  
 1356 gibt Karl IV. Gernsheim Stadtrechte. 
 1358 Am 3. August wird ein Turm der Klosterkirche Lorsch vom Blitz getroffen und muss abgetragen werden.  
 1360 empfängt zu "Nydern-Rorheim" Henne von Zwingenberg den Zehnten von dem Grafen Schenk.  
 1363 Die Burg Stein hat zwei Besitzer, den Bischof von Worms und den Grafen Walram. 
 1365 Konrad von Frankenstein erscheint als Burgmann der Burg Stein. 
 1367 verpfändet der Wormser Bischof seine Hälfte von der Burg Stein an den Ritter Clein Heinrich von Erlickheim. 
 1369 Heppenheim brennt bis auf vier Häuser nieder 
 1370 In diesem Jahr haben wir verschiedene Schreibweisen des Ortnamens von Biblis, Bibelos, Bybeloß, Bybelyz.
wird Biblis an den Ritter Dieter I. Kämmerer von Worms, gen. Dalberg verpfändet. 
 1373 Als Burgmann auf der Burg Stein ist Wilhelm von Simmern erwähnt. 
 1375 nennt sich der Propst zu Lorsch: Johannes I. von Sponheim. 
 1378 Das Domkapitel zu Worms verpfändet die Hälfte von Haus, Burg und Amt Stein an  Johann Mosbach, gen. Wasen. 
 1379 schenkt Elisabeth von Katzeneinbogen dem Kloster Lorsch im "Alten Rorheimer  Loch" gelegene Äcker. 
 1384 Graf Dieter VIII. von Katzeneinbogen verpfändet für 500 Gulden seine Dörfer und  Gerichte von Auerbach, Hausen, Biebesheim, Pfungstadt, Griesheim, Büttelborn,  Dornheim, Treburg, Gerau, Worfelden, Gundernhausen, Ramstadt, Frankenhausen,  Ober-Beerbach, Ueberau und Anteile an 6 weiteren Dörfern mit all ihren Freiheiten und Rechten an den Erzbischof Adolf von Mainz. 
 Um 1385 Der im Jahre 1369 durch Feuer beschädigte Amtshof wird wieder aufgebaut und erweitert. Heppenheim bekommt eine neue Stadtummauerung. 
 1386 Der Sohn von Graf  Walram, Graf Simon von Sponheim, trat auf Drängen des  Pfalzgrafen ab (Stadt Ladenburg und Burg Stein)
wird die Universität Heidelberg gegründet.
Ein Schiedsspruch beendet die Auseinandersetzung zwischen Else von Erbach und Gerlach von Breydenbach wegen eines Hofes zu "Rorheim".  
 1387 Die Burg Stein hat eine pfälzische Besatzung und ist nun engstens mit der Kurpfalz verbunden.  
 1389 Biblis nennt sich Bibles und bei einer anderen Urkunde ist es mit Bibelois angegeben. 
 1394 Das Patronatsrecht über den Altar zu Groß-Rohrheim haben neben dem Keller zu Bickenbach, der Schultheiß, die Schöffen und die ganze Gemeinde Groß-Rohrheim 
 1395 Vor dem Wattenheimer Hubgericht werden dem Peter Becker Güter des Andreasstiftes in Erbbestand gegeben. 
 1397 Anteil am Recht der Rheinüberfahrt bei Gernsheim haben die Herren von Bickenbach und der Burggraf zu Miltenburg.