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1400 - 1499


 1400 Kuno von Schwanheim erhält von Graf Dieter VIII. von Katzeneinbogen als Auerbacher Burglehen in der Mark und im Dorf Hausen verschiedene Einnahmen. 
 1403 Erzbischof Friedrich III. von Köln bestätigt das Lehen betr. Hausen. 
 1405 und noch mal 1420 belehnt der Erzbischof von Mainz Eberhard von Erbach mit dem Zehnten zu Gernsheim zu "Lindau und der Hortte".  
 1406 Der Pfalzgraf Ruprecht verschreibt seiner Gemahlin Elisabeth alle Nutzungen aus dem halben Amt Stein als Wittum. 
 1410 Am 18. Mai stirbt König Ruprecht auf der Burg Landskorn bei Oppenheim.  
 1411 Der kurmainzer Zollschreiber in Gernsheim trägt den Namen Coswim von Eckstein.
Zwischen dem Wormser Bischof und dem Pfalzgrafen wird ein Burgfrieden geschlossen, der besagt, dass sie gemeinsam die Schlösser zu Ladenburg und Stein schützen wollen.
Zum ersten Mal wird eine selbständige Pfarrei Schwanheim erwähnt.  
 1412 Stephan von Reckershausen erhält als Mannlehen von Graf Johann IV. von Katzeneinbogen einen Teil der Vogtei Neutsch und anderen Gütern. Unter anderem auch fünf Gulden von den Zinsen zu Hausen.  
 1416 Erzbischof Dietrich II. von Köln belehnt seinen Besitz in Hausen an Graf Johann. Die Neubelehnung erstreckt sich neben dem Wald auch auf Wasser, Weide, und andere Rechte. 
 1418 erlaubt ein Schiedsspruch den Leuten von Schwanheim ihr Vieh in den "Häuser- Wald" zu treiben;(die kurmainzer armen Leute zu Wattenheim dürfen sich im "Häuser-Wald" Unholz hauen).  
 1419 ist der nicht allgemein anerkannte Papst Johannes (XXIII.) gestorben, nachdem er zuerst auf Schloss Gottlieben bei Konstanze und dann in Mannheim und Heidelberg längere Zeit inhaftiert war. 
 1420 verkaufen Hademar zu Laber und Frau einen Ortsteil von "Rohrheim" an den Pfalzgrafen.
-1461 Auszug aus einem alten Kopialbuche, die Lehen in der Bergstraße; Henne von Zwingenberg, den man nennt von Bensheim. Empfing zum Mannslehen die Güter die Wolfram von Biblis von Ihm zum Lehen hat. Ballas Schliederer von Lachen, empfing zum Mannslehen das Haus Bibloise so dass Erzstift Mainz offen Haus sein soll. Zu Biblis war also damals eine feste Burg. die aber nicht mehr vorhanden ist. Weiter wird vermeidet: Weiprecht und Hans von Helmstatt empfingen die Lehnstücke, welche Wiprecht bereits 1430 erhalten hatte, ferner ein Burglehen, das Hartmann von  Hatzstein innegehabt, ferner die Güter so Seyfried von Biblois zu Lehen hatte. 
 1421 Graf Johann IV. verbietet der Gemeinde Schwanheim die Weide in Groß-Hausen zu  benutzen.  
 1423 Altes Weistum über den Lorscher Wildbann, aus einem Rüggericht de Anno 1423 (17. März). ... Die erste ist Grißheim, Hartenau, Sehem, Urbach, Heppenheim, Weinheim, Schriesheim, Viernheim, Oedigheim, Scharstadt, Biblos, Rohrheim, Gernsheim,  Bibensheim, Frankfeld, Stockstadt, Wachsen-biblos, Schweinheim.....(Die fehlerhafte  Schreibweise wurde übernommen aus dem Weistum).  
 1427 Der Bischof von Worms hält sich am 24. Januar in der Burg Stein auf.  
Der Bischof Friedrich verleiht dem Burgherrn Peter von Wattenheim Güter in Bobstadt als Mannlehen.
Eberhard Schwende von Weinheim erhält vom Bischof 19 Scheffel jährlicher Fruchtrenten als Burglehen zum Stein.
Zehntgericht zu Gernsheim  
 1430 Die Pfarrei Schwanheim wird von den Prämonstratensern aus dem Kloster Lorsch  versehen.
Der Mainzer Erzbischof und Kurfürst Diether von Erbach wird im großen Saal des Amtshofes zu Heppenheim als Kanzler des Reiches auf Kaiser Sigmund vereidigt. 
 1435 verkaufen die Grafen von Wertheim einen Ortsteil von "Rorheim" an den Schenk von Erbach 
 1436 Der Erzbischof Dietrich von Mainz übergab die Pfarrei Biblis mit allem Zubehör dem  Liebfrauenstift zu Mainz.  
 1437 Biblis erscheint in einer Urkunde als Bybeloiß.  
 1439 Auf einem Reichstag zu Mainz erlangt die Kirche in Deutschland größere Freiheit.
Konrad von Frankenstein erhält die Güter, die im Jahre 1427 dem Peter v. Wattenheim  vom Bischof verliehen wurden.  
 1440 Kaiser Friedrich IV. verleiht den Rheinzoll, welcher bei der Burg Stein erhoben wird, an Ullrich von Hohenklingen. 
 1442 Konrad von Frankenstein empfängt Abgaben zu Bobstadt. 
 1443 wird der Gernsheimer Galgen erstmals erwähnt.
einfallende Armagnaken werden gejagt. Es waren Kriegsknechte des frz. Grafen von Armagnac.  
 1444 Im Streit zwischen dem Kämmerer von Worms und der Gemeinde Schwanheim tritt eine Beruhigung ein.  
 1445 Auf dem Fürstentag zu Aschaffenburg sagen sich die deutschen Fürsten vom Basler Konzil los. 
 1447 Der Pfalzgraf schenkt seinen Teil des Zehnten und Patronatsrechtes von Nordheim und  Wattenheim dem Stift Zell (bei Worms).  
 1449 leiht Graf Philipp von Katzeneinbogen dem Erzbischof von Mainz Geld und erhält dafür "Burg, Stadt und Zoll Gernsheim usw." als Pfand. 
 1460 führen Kurmainz und Kurpfalz Krieg wegen Lorsch; am 4. Juli blutiges Treffen bei Pfeddersheim.
Der Burggraf Ullrich von Kronberg fällt im Kampf gegen die Kurpfalz zwischen Laudenbach und Hemsbach, mit ihm fanden noch acht Adelige und 21 Soldaten den Tod. Zur Erinnerung wurden der Schlangenstein am Ortsausgang von Laudenbach  errichtet, es ist das älteste Kriegsdenkmal der Umgebung.
Das Amt Starkenburg wird in der Mainzer Stiftsfehde mit dem Recht der Wiedereinlösung an die Kurpfalz verpfändet, unter anderem wird Biblis und Bürstadt Pfälzisch.  
 1461 Am 30. Juni Schlacht bei Friedrichsfeld 
 1462 Rohrheimer arme Leute stiften eine Pfründe (Gotteslehen)  
 1463 Nordheimer Bürger kaufen von der Deutsch-Orden Kompturei Ibersheim 40 Morgen Wiesen am Rohrheimer Altrhein für 200 Gulden.
Erzbischof Adolf von Nassau erkennt den Vertrag über die Verpfändung des Amtes Starkenburg an den Kurfürsten von der Pfalz an.
Für das Erzbischöfliche Sendgericht hat der Pfarrer von Bibis 3 Fl. an Synodalgebühren zu entrichten (lt. Synodalregister von Bensheim), für Wattenheim 3  Fl., für Bürstadt (Birrstadt) 2 Fl. 
 1465 Rodau wird an den Grafen Philipp von Katzeneinbogen verpfändet.
Der Junker Hans von Wattenheim ist Gerichtsherr in Bobstadt. 
 1466 Einwohner von Hofheim, die in der Gemarkung Bobstadt begütert waren, unterstanden dem grundherrlichen Recht des Junkers Hans von Wattenheim.
Der Schultheiß in Groß-Rohrheim heißt: Glas Kysel, der alte Schultheiß: Peter Buer.  
 1468 wird der Lorscher Codex "hervorgebracht" (wieder entdeckt) und in Holz mit Pergament überzogen gebunden 
 1473 wird die Universität Mainz gegründet. 
 1477 Die Grenzschwierigkeiten und die Verzahnung der Rechte zwischen Groß-Hausen und Schwanheim werden endgültig bereinigt. 
 1478 kommt das Amt Gernsheim durch Pfandeinlösung förmlich an die Landgrafen von Hessen.  
 1479 Burg und Dorf Auerbach gehen mit der gesamten Obergrafschaft Katzeneinbogen an das Haus Hessen Darmstadt.  
Streit der Ganerben von Bickenbach mit Gernsheim wegen Nutznießung der Rohrheimer Lachen.  
 1481 Der berühmte Humanist Johann von Dalberg hat den Bischofsstuhl von Worms bestiegen. 
 1482 Streitigkeiten zwischen dem Pfalzgrafen und der Stadt Worms. Der Burgfrieden zwischen Pfalzgrafen und dem Bischof wird erneuert.  
 1483 Schenk von Erbach besitzt in der Rohrheimer Hart einen Zehnten.  
 1488 überfällt der Raubritter Lindenschmid die Gernsheimer Fähre und raubt die Zollgelder.
Aus dieser Zeit ist das älteste Nordheimer Weistum.  
 1490 wird ein Dieb durch einen Henker aus Worms in Gernsheim öffentlich ertränkt. 
 1492 Sechzehn Kardinäle fertigen zu Rom für Maria Einsiedel ein Ablassbrief aus.  
 1493 erteilt Kaiser Maximilian I. von Worms aus der Stadt Gernsheim sein erstes Marktprivileg.  
 1495 erfolgen auf dem Reichstag in Worms und 1500 in Augsburg Beschlüsse hinsichtlich  "Ewigem Landfrieden" u."Kammergericht".  
 1496 "Bruderherr von St. Anna" Conrad Meyhers in Gernsheim schenkt sein Haus, Hof usw. nachfolgenden Brüdern.  
 1499 wird ein Hochaltar der Einsiedelkapelle vom Mainzer Weihbischof Erhard von Regwitz geweiht.