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1500 - 1599


 1500

In Gernsheim besteht schon länger eine "Deutsche Schule".

 1504

Lampertheim wird niedergebrannt.  
Der Herzog von Braunschweig zerstört zum ersten Mal die Burg Stein.
Kaiser Maximilian bestätigt dem hessischen Landgraf den Besitz an dem eroberten Schloss und Amt Stein.
Während der "Bayrischen Fehde" werden Schoß Schönberg, Bickenbach, Otzberg,  Propstei, Lorsch, Friedrichsburg (Neuschloss), "Veste Stein" u.a. überfallen, Bensheim belagert und die Fähre zu Gernsheim vom Landgrafen von Hessen weggenommen.

 1507 In Groß-Hausen wird ein Förster und Schultheiß mit dem Namen Becker von Mosbach erwähnt. 
 1509 Landgraf Wilhelm von Hessen stirbt. 
 1510 Die hessische Regentschaft gibt dem Bischof von Worms seine ehemalige Hälfte von Amt Stein zurück.  
 1514 Auf Antrag des Wormser Bischofs an die hessische Regierung soll ein neuer Burgfrieden auf Stein geschlossen werden.  
 1515 Einrichtung der ersten "Post" in unserem Raum. 
 1518 Franz von Sickingen überschritt am 15. September bei Roxheim den Rhein und befehdet den Landgraf von Hessen. Er nahm am selben Tag Gernsheim und  Zwingenberg ein und lässt dort plündern. Die Burg Stein konnte er nicht einnehmen. 
 1519 Am 28. Juni wird Karl V. zu Frankfurt am Main gewählt. 
 1520 oder 1521 ist das an Katzeneinbogen verpfändete Amt Gernsheim nebst Rheinzoll von dem Kurfürsten und Kardinal Albrecht von Brandenburg zu Mainz wieder eingelöst worden.
Herzog Ulrich von Württemberg hält sich als Vertriebener auf dem Alsbacher Schloss auf, bisweilen aber auch auf dem Auerbacher Schloss 
 1521 ist mit der Ausfertigung der päpstlichen Bannbulle (3. Januar) gegen Luther gleichzeitig der Mainzer Erzbischof zum Generaliqisitor in Deutschland in Sachen Lutherischer Ketzerei bestellt worden. - Luther weilt trotzdem - allerdings unter kaiserlichem Schutz - vom 16. bis 22. April auf dem Reichstag zu Worms, wo er u. a. auch von Philipp von Hessen in seiner Herberge besucht wurde.
Der "Hewser" (Jägersburger) Wald kam durch Schiedsvetrag zwischen Pfalz und Hessen an Philipp den Großmütigen.
Philipp der Großmütige gibt die Hälfte des Amtes Stein an die Kurpfalz zurück.
Philipp der Großmütige übernimmt die Regierung in Hessen. 
 1522 Die Starkenburg wird als Amtsgefängnis erwähnt.  
Reichsritter Franz von Sickingen zieht mit 7000 Landsknechten gegen Trier.  
 1523 Der Lorscher Propst Peter II. aus Lorsch am Rhein verfügt zu Biblis über Lehnsgüter.  
 1524 /25 Bauernkrieg (Bauern unserer Gegend hatten sich zumeist den Pfälzer Aufständischen angeschlossen) 
 1525 ist "Ober-Rohrheim" ( "Oberdorf" und "Unterdorf") durch Vereinbarung zwischen den  Verwandten an den Landgrafen von Hessen-Darmstadt übergegangen. 
 1527 Ein Wappen von Groß-Rohreim zeigt einen Aufrechtstehenden Abt zwischen Ähre und Kreuz.
der erste lutherische Geistliche, Pfarrer Ziegler, beginnt seinen Dienst in Groß- Rohrheim mit der Verpflichtung, wöchentlich auch einmal in Alsbach zu predigen.
Ein neues Nordheimer Weistum wird gefertigt. Schultheiß Claus Beckerle hat dies bekundet.
Am 6. Mai wurde die Schweizer Schutztruppe fast völlig aufgerieben, als sie Papst Clemens VII. gegen die Söldner von Kaiser Karl V. verteidigte. Insgesamt 147  Gardisten verloren ihr Leben. 
 1529 Reichstag zu Speyer (Protestanten).
Luther und Zwingll weilen in Marburg bei Philipp I. von Hessen. 
 1531 Henne von Roirheim die man nennt Gernsheim, gelobt nichts mehr gegen seinen Lehnsherrn unternehmen zu wollen. 
 1534 Die Bevölkerung von Rodau wird evangelisch. 
 1535 Kurfürst Ludwig von der Pfalz lässt den Landgraben anlegen und eine Bachordnung  aufstellen. Um dieselbe Zeit wird auch die neue Weschnitz auf seine Weisung angelegt.
am 15. Juli stiftet Landgraf Philipp I. das Hospital Hofheim (heute Philippshospital). 
 1540 weilt Johann Calvin in Worms.
ist vermutlich das alte Groß-Rohrheimer Rathaus errichtet worden. 
 1543 Hans von Frankenstein verleiht seine Äcker und Wiesen in Bobstadt auch einem Siegel. 
 1547 Schadenfeuer in Groß-Rohrheim: "Das ganze Dorf ist abgebrannt". 
 1548 Um diese Zeit wirkt in Lorsch als letzter Propst der Prämonstratenser Jakob II. Zentner (er ist 1555 gestorben); Nachfolger ist Johann Charpentier aus Worms - nach katholisch - von Kurfürst Friedrich von der Pfalz ernannt.
Die von der Gemeinde Biblis gestiftete Frühmesserei wird wieder eingezogen 
 1550 - 1578 wirkt Pfarrer Andreas Martini in Groß-Rohrheim. 
 1551 Das erste Renaissance-Fachwerk-Rathaus des südhessischen Raumes wird in Heppenheim erbaut. Der Fachwerkaufbau brannte 1693 ab. 
 1552 erneut größeres Schadenfeuer in Groß-Rohrheim.  
 1553 Kurpfalz führt trotz Widersprüche des Bischofs in Wattenheim und Nordheim die Reformation durch.  
 1555 Etwa um diese Zeit beginnt auf Anweisung des Kurfürsten Friedrich II. der erste lutherische Geistliche in Biblis seine Tätigkeit; es ist Pfarrer Johannes Knorr. 
 1556 Kurfürst Ottheinrich von der Pfalz führt in seinem Lande die Reformation nach der Lehre Luthers ein. 
 1557 Kurfürst Ottheinrich von der Pfalz hebt die Prämonstratenserabteil in Lorsch auf. 
 1558 "Frankfurter Rezess": Kurpfalz, Kursachsen, Kurbrandenburg, Hessen, Pfalz- Zweibrücken und Württemberg verpflichten sich an der Augsburger Konfession festzuhalten. 
 1559 Kurfürst Friedrich III. von der Pfalz führt in seinem Lande den Kalvinismus ein. 
 1560 Neubau einer Kirche in Biblis nach kalvinistischer Regel. 
 1562 Der Pfarrer von Biblis muss sich jetzt nach einer neuen Kirchenordnung richten  (reformiert).  
 1563 Auf Befehl des Kurfürsten von der Pfalz wird die Mühle zwischen Groß- und Klein-Hausen abgebrochen. Die vorerwähnte Mühle dürfte um 1511 erbaut worden sein.
In Biblis wird der Heidelberger Katechismus durch den Kurfürsten von der Pfalz eingeführt. 
 1564 Als Sammelstelle aller Kirchenvermögen im Bergstäßer Amt wird die Heppenheimer Kollektur in der alten Klostervogtei errichtet. 
 1566 In dem Kompotenzbuch ist vermerkt, dass Biblis 119 Heerdstätten hat. Pfarrer von Biblis ist Johann Knorr Collatores; die Stiftsherren zu U. L. Frauen in Mainz, welche auch zum Teil Zehendherrn sind, den anderen halben Teil bezieht Kurpfalz.  
 1567 Hans Conrad von Frankenstein verleiht seinen Hof und Grundbesitz in Bobstadt an August Heergott. 
 1568 Das Hoheitsrecht des Dorfes Groß-Rohrheim ist dreigeteilt. 
 1570 Das Liebfrauenstift in Mainz verleiht seinen Anteil des Zehenten an den Kurfürsten Friedrich III. von der Pfalz. 
 1571 Innerhalb drei Jahren hat sich das Hoheitsrecht des Dorfes Groß-Rohrheim wesentlich verändert.  
-1584 amtieren in Biblis 1571-1577 nach reformierter Lehre Pfarrer Johannes Mosius, von 1577-1584 der lutherische Geistliche Andreas Gerthius. 
 1575 Biblis erscheint unter dem Namen Bibloß.
Der Zehend von Biblis wird von dem Stifte B.M.V. ad Gradus zu Mainz an den Kurfürsten Friedrich auf 6 Jahre verliehen (1576-1581). 
 1576 Kurfürst Ludwig VI. führt erneut in seinem Land das Luthertum ein es setzt sich aber auf dem Lande nicht ganz durch. 
 1577 Groß-Hausen baut ein neues Rathaus mit Uhr und Glocke 
 1578 Das von der Gemeinde Biblis eingezogene Frühmessereihaus wird in ein Backhaus  umfunktioniert.
- 1598 wirkt Pfarrer Johannes Geißelmann in Groß-Rohrheim 
 1579 Am 9. November wird eine "Hexe" aus Rodau nahe der Rheinschleife bei Biebesheim verbrannt. 
 1580 In Groß-Rohrheim beginnt Lehrer Wolfgang Haber mit Schulunterricht - nur für Knaben. 
 1582 beginnt die Anwendung des Gregorianischen Kalenders. 
 1583 Unter der Regierung des Pfalzgrafen Johann Casimir kehrt der Kalvinismus erneut in der Pfalz zurück.
Friedrich der IV. von der Pfalz beseitigt in Biblis das lutherische System und setzt an  seine Stelle das reformierte System 
 1584 - 1624 amtieren in Biblis evangelische Geistliche, zunächst 1584-1593 Thomas  Sützlerus.
Am 20. November wird ein Verbrecher am Gernsheimer Galgen aufgehängt 
 1588 Das Weistum (Dorfordnung) von Bobstadt gliedert sich in 52 Artikel. 
 1590 Die Gemeinde Biblis hat neben dem Backhaus ein Schulhaus errichtet und auf ihre Kosten erhalten.  
Klein-Hausen hatte 30 Häuser und Groß-Hausen hatte damals 45 Häuser.
Klein-Hausen hat 30 Hausgesessene (=etwa Familien) 
 1594 Das Neuhäuser Hofgut in Nordheim nebst 40 Morgen Land wird vom Bischof und Domstift an Nordheimer Bürger verpachtet. 
 1598 -1621 wirkt Pfarrer Theobald Fabritius in Groß-Rohrheim, er beklagt sich über das "versoffene Volk".