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Geschichte von Biblis


Gurkenmarkt um 1920Zahlreiche vorgeschichtliche Funde lassen auf eine erste Besiedlung dieser Gegend in der jüngeren Steinzeit (4000 - 2000 v. Chr.) schließen. Biblis und Wattenheim werden erstmals 836 im Codex des Klosters Lorsch erwähnt. Nach diesem Eintrag schenkte König Ludwig der Deutsche seine Güter in Biblis, Wattenheim und Zullestein seinem getreuen Vasallen Wernher, der sie 846 dem Koster Lorsch vermachte. Nordheim gehörte zu den frühen Besitzungen der Wormser Bischöfe und wird mit der Schenkung eines Hofes in Nordheim an das Stift Neuhausen bei Worms im Jahre 1129 erwähnt. Um die Rheingrenze nach dem Sieg der Römer über die Alemannen zu befestigen, entstanden zahlreiche Bauwerke, darunter auch die Burg Stein bei Nordheim.



Gurkenernte um 1920Im 30jährigen Krieg mit all seinen Schrecken und Nöten war die Gegend ein Tummelplatz fremder Kriegsscharen, die Verwüstungen und Armut hinterließen. Zu den Drangsalen des Krieges kam 1635 die Pest, an der ein großer Teil der Bevölkerung starb. Nach der Auflösung der geistlichen Herrschaften durch Napoleon fielen die bischöflichen Besitzungen - darunter auch Biblis, Nordheim und Wattenheim - 1803 an Hessen-Darmstadt.